Ferienerinnerungen
Kurztrip "Malaga"
24. November - 27. November 2005
Vorwort
3 Tage frei, Ferienstimmung. Bleibt nur noch die Frage: wo soll's hin gehen. Zu erst dachten wir, mit dem Auto eine 3- tägige Rundreise durch das wunderschöne Elsass zu unternehmen. Jedoch kam dann der entscheidende Gedankenblitz: sehen wir mal nach, ob man bei den heutigen Billig-Flug-Discountpreisen günstig irgend wo hin fliegen kann. Gesagt, getan. Wir haben uns für eine 180- fränkige Reise (nur Flug) mit EasyJet entschieden, welcher uns nach Malaga führte. Zwar war ich vor einem Monat bereits in Spanien in den Ferien, jedoch in der Nähe von Barcelona. Also freute ich mich, den Süden Spaniens mal kennen zu lernen, wenn auch nur für eine ganz ganz kurze Zeit und das Letzte mal in diesem Jahr halbwegs den Sommer geniessen zu können.
1. Tag: Der Weg nach Basel Mulhouse
Endlich ist es so weit: Nach der Arbeit kurz die Koffer gepackt, und schon gings los mit dem Auto ins wunderschöne Elsass. Es ist abend etwas nach neun Uhr, als ich mit meinem Auto los fuhr. Mein Kollege hatte bis um 22 Uhr noch eine Sitzung in Zürich. Also fuhr ich los, um ihn aufzugabeln. Die weitere Fahrt blieb (Gott sei Dank) recht unspektakulär. Etwas vor Basel fing es zu schneien an. Im Elsass angekommen war bereits eine stattliche Menge Schnee auf der Strasse. Wir fanden recht zügig unser Hotel. Dieses hatte für uns wirklich eine Traumlage: etwa 2 Kilometer vom Flughafen entfernt mit gratis Shuttle- Bus! Das Auto durften wir auf dem Gratis- Parkplatz stehen lassen. Noch ein Glas elsässischer Wein getrunken, ging's schnurstracks ins Bett, da wir morgen sehr früh aufstehen mussten.
2. Tag: Die Hinreise
Nach einer relativ kurzen Nacht (um 5 Uhr aufstehen) gings ohne Morgenessen mit dem Shuttlebus zum Flughafen. Unser Flieger startete mit einer guten halben Stunde Verspätung (wegen des Schnees????) Richtung Südspanien.

Unser Flieger
In Malaga angekommen, machten wir uns zu Fuss auf den Weg zu unserem 4*- Hotel in Guadalmar. Dieses war etwa 3 Kilometer vom Flughafen entfernt. Dort angekommen bestaunten wir das schöne Zimmer und vor allem die wunderbare Aussicht aufs Meer. Soeben haben unsere Ferien begonnen!
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Unser Hotel |
Aussicht aus unserem Hotelzimmer |
Bereits nach kurzer Zeit verliessen wir das Hotel wieder und wollten zu Fuss ins 6 Kilometer entfernte Malaga spazieren. Nach einiger Zeit bemerkten wir, dass unser "Strandweg" plötzlich endete. Ein Fluss trennte uns von der anderen Seite und nirgendwo eine Brücke! Wir gingen Richtung Landesinnere und dieser Weg führte uns zurück an eine Stelle, an der wir bereits vor einer Stunde waren. Dort hatten wir eine Bushaltestelle gesichtet und warteten etwa 20 Minuten auf den Bus. Dieser brauchte für die 6 Kilometer sagenhafte 30 Minuten ins Zentrum!

Chrümi und ich in der Pampa
Dort angekommen staunte ich nicht schlecht. Malaga ist eine wunderschöne Stadt, einfach jedem zu empfehlen. Überall in der Stadt waren Palmen und Zitrusbäume gepflanzt. Die Gebäude strahlten einen südländischen Scharm aus, welcher mit den südlichen Pflanzen noch verstärkt waren.

Wunderschöne Parkanlage in Malaga

Impressionen von Malaga
Wir schlenderten ein Bisschen umher, als wir hunger bekamen und in der Nähe der Stierarena zu Mittag assen. Danach besichtigten wir den Hafen, wo wir unter anderem auch ein ausgeschlachtetes Auto fanden, und schlenderten wieder zurück Richtung Altstadt. Dort besichtigten wir "Die Einarmige", eine Kirche (oder war es ein Museum?!?), welche 2 Türme hatte, von denen der eine noch unvollendet war.

Die "Einarmige" und irgend ein Hochhaus
Wir schlenderten weiter bis wir eine wunderschöne Gasse sahen, bei der am Anfang ein Cafe lag. Wir machten dort einen kleinen Boxenstopp und tankten (Kaffee) auf und genossen die Atmosphäre. Jeder zweite Südspanier ging bei 15 bis 20 Grad mit dem Schal umher, einige hatten sogar noch eine Kappe und Handschuhe an! Jetzt weiss ich endlich, wie sich ein Eskimo bei uns im Winter fühlen muss!

Gasse, in der unser Cafe liegt
Inzwischen war es bereits dunkel geworden. Wir schlenderten eine Einkaufsmeile entlang als wir plötzlich einen Pans entdeckten. Meine Premiere! Aber das Essen dort war nicht gerade der Hammer, schade. Danach ging's wieder zurück ins Hotel wo wir uns in der Hotelbar ein Bier gönnten. Vom Tisch nebenan hörten wir auf einmal Worte, welche wir verstanden - eine Schweizer Touristengruppe!

Einkaufsstrasse
3. Tag: Malaga
Recht spät sind wir aufgestanden - so um halb elf Uhr. Chrümi ging eine halbe Stunde an den Strand seine Morgenrenntour zu machen mit anschliessendem Baden. Ich schaute in der Zwischenzeit fern und genoss die Aussicht ans Meer.
Danach starteten wir wieder Richtung Malaga. Der einzige Unterschied zu gestern war, dass wir direkt mit dem Bus dort hin fuhren. Dort angekommen suchten wir ein Restaurant auf, wo ich Calamares bestellte. Sorry, aber diese spanischen Meeresbewohner können einfach nicht kochen! Ich überlebte es jedenfalls. Am Abend soll es (Gott behüte) ein feines Menue bei Burger King geben, welches sogar Chrümi verzehren wird!
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Stierkampfarena von Malaga |
Erbärmliches Auto |
Nach dem Mittagessen besichtigten wir das bedeutenste Bauwerk der maurischen Zeit, den Königspalast Alcazaba, dessen Bau im 11. Jahrhundert angefangen wurde. Drinnen hat es wünderschöne Gartenanlagen mit etlichen Brunnen.
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Acazaba |
Chrümi |
Als nächstes stand Castillo de Gibralfaro auf dem Programm. Über dem ursprünglichen Palast, der wahrscheinlich von den Phöniziern erbaut worden war, ließ der granadinische Kalif Yasuf I ließ im 14. Jahrhundert jene Festung errichten, die wir heute besichtigen können. Zwei Türme sind über einen Gang mit dem Alcazaba verbunden. Jedoch gibt es für die Besucher leider keine Möglichkeit, diesen Gang zu passieren. Von dort aus konnten wir eine wunderschöne Aussicht über Malaga geniessen, wo wir vor allem merkten, wie gross diese Stadt ist.

Aussicht auf einen Park
Schliesslich verliessen wir wieder Gibralfaro, gingen einkaufen und machten in der Stadt eine kurze Rast bevors in den Mc King ging. Danach zur Bushaltestelle wo wir eine Dreiviertelstunde warten mussten, bis der Bus endlich kam. Ich denke, dass diese südpanischen Busse dann fahren, wenn sie da sind und der Fahrplan eigentlich nicht beachtet werden muss.
Wunderschönes Foto von Chrümi am Meer
4. Tag: Zurück via Frankreich in die Schweiz
Am nächsten Morgen gings ans Packen. Schweren Herzens verliessen wir unser Hotel und fuhren mit dem Bus die halbe Strecke zum Flughafen. Den Rest mussten wir gehen. Dort Einchecken, warten, einsteigen (Boarding), noch mal warten, bevors Richtung Heimat (nach Frankreich?!?) losging. Bei der Ankunft standen alle Passagiere am Ausgang Richtung Schweiz an (eine beachtliche Kolonne), und nicht Richtung Frankreich- Deutschland. Ich dachte, versuchen wirs mal am "EU- Grenzübergang" da schliesslich unser Auto in Frankreich steht. Als der Zollbeamte unsere Schweizer Pässe sah, fragte er uns auf französich, wo wir hin möchten. "Ins Elsass" entgegneten wir und so durften wir passieren. Der Fussmarsch zum Auto war weiter als erwartet. Der Schnee am Strassenrand erschwerte die ganze Sache noch (ich hatte einen Rollokoffer).
Ohh, das Auto steht noch da! Mal einen ersten Startversuch, alles Paletti. Noch kurz den Schnee weg räumen und unser letzter Ferientag führte uns mit dem Auto nach Colmar. Es ist schliesslich erst halb zwei Uhr!
Es ist saumässig kalt im Vergleich zu Malaga und eine weihnachtliche Stimmung herrschte. Die ganze Altstadt ist geschmückt. Ein Christkindlmarkt! Dort wollten wir nach diesem spanischen Essen endlich mal wieder was superfeines zwischen die Zähne kriegen. Jedoch viele Restaurants waren geschlossen oder hatten keinen Platz mehr. Ein Pub bietete Tartes flambées (Flammenkuchen) an. Also rein, bestellt. Als der Kellner dort mit 2 Müsterchen kam, wussten wir, dass wir doch noch ein Restaurant aufsuchen müssen. Nach dem Essen also raus aus dem Pub und gleich ins nächste Restaurant rein. Endlich bekamen wir eine richtige Mahlzeit! Danach schlenderten wir wieder zurück zum Auto und fuhren los Richtung Heimat.





